Laibhaftig
Kompendium · Kapitel 3

Wasser, Salz, Hefe & weitere Zutaten

Was Wasser, Salz, Hefe, Zucker, Fett, Milch, Ei, Malz, Gewürze, Saaten und andere Zutaten im Teig bewirken – mit Dosierungen und Praxistipps.

Inhalt dieses Kapitels

Mehl ist das Fundament jedes Brotes, aber erst die übrigen Zutaten machen daraus einen Teig, der aufgeht, schmeckt und lange frisch bleibt. Für ein einfaches Brot genügen Wasser, Salz und ein Triebmittel; Zucker, Fett, Milch, Malz, Gewürze, Saaten oder Kartoffeln verändern Krume, Kruste und Aroma gezielt. Dieses Kapitel erklärt, was jede Zutat im Teig bewirkt, wie viel davon sinnvoll ist und worauf du beim Einkauf und bei der Lagerung achten solltest. Wie man die Mengen genau berechnet, steht in Rechnen in der Backstube.

Wasser#

Wasser ist nach dem Mehl die mengenmäßig wichtigste Zutat. Es löst Salz und Zucker, lässt die Stärke quellen, ermöglicht erst die Bildung des Klebers aus den Eiweißen Gliadin und Glutenin und ist das Medium, in dem Hefen, Bakterien und Enzyme arbeiten. Ohne Wasser findet keine Gärung statt. Wie viel Wasser ein Teig braucht, beschreibt die Hydration bzw. die Teigausbeute – Richtwerte nach Mehlsorte findest du in Hydrationsempfehlungen.

Kleberbildung: Gliadin und Glutenin bilden mit Wasser beim Kneten ein Klebernetz, das Gasbläschen festhält Gliadin Kügelchen – macht dehnbar Glutenin lange Ketten – macht elastisch Wasser kneten Gasbläschen (CO₂) Klebernetz hält die Gärgase fest – der Teig geht auf
Abb. 3.1 Gliadin und Glutenin bilden zusammen mit Wasser das Klebernetz, das Gasbläschen festhält.

Wasserhärte#

Leitungswasser enthält gelöste Mineralstoffe, vor allem Calcium- und Magnesiumsalze. Ihre Menge wird als Härte angegeben, in Deutschland meist in Grad deutscher Härte (°dH) oder in Millimol Calciumcarbonat je Liter.

Härtebereich mmol/l °dH Wirkung im Teig
weich unter 1,5 unter 8,4 Kleber etwas weicher, Teig klebriger; leicht weniger Wasser nehmen
mittel 1,5–2,5 8,4–14 ideal für die meisten Brote
hart über 2,5 über 14 Kleber straffer, Gärung leicht gebremst; eventuell etwas mehr Wasser

Calcium- und Magnesiumionen stabilisieren das Klebernetz, deshalb wirken sehr weiche Wässer etwas „schlaff“, sehr harte etwas „zäh“. In der Praxis sind die Unterschiede für Hobbybäcker klein: Mit normalem deutschem, österreichischem oder Schweizer Leitungswasser gelingt jedes Brot. Die Härte deines Wassers erfährst du bei deinem Wasserversorger.

Hintergrund

Destilliertes oder vollentsalztes Wasser ist zum Backen ungünstig, weil ihm die Mineralstoffe fehlen, die Kleber und Hefe brauchen. Auch teures Mineralwasser bringt keinen Vorteil; stark kohlensäurehaltiges Wasser verliert seine Kohlensäure ohnehin beim Kneten.

Chlor und andere Aufbereitungsstoffe#

In Mitteleuropa wird Trinkwasser meist ohne oder mit sehr geringen Mengen Chlor ausgeliefert. Diese Spuren schaden Hefeteigen nicht. Empfindlicher reagiert ein frisch angesetzter Sauerteig in den ersten Tagen, wenn die Mikrobenpopulation noch klein ist. Riecht dein Leitungswasser deutlich nach Chlor, lass es einige Stunden offen abstehen oder koche es kurz ab und kühle es wieder herunter. Gefiltertes Wasser ist eine Option, aber kein Muss.

Brunnenwasser solltest du nur verwenden, wenn es regelmäßig auf Keime und Nitrat geprüft wird.

Wassertemperatur#

Mit der Temperatur des Schüttwassers steuerst du die Teigtemperatur, und die bestimmt das Gärtempo. Faustregel: Kaltes Wasser für lange, kühle Führungen und Maschinenkneten im Sommer, lauwarmes für schnelle Hefeteige und Roggenteige, die warm geführt werden. Die genaue Formel mit Rechenbeispielen steht in Wassertemperatur.

Achtung

Wasser über 40 °C sollte nicht direkt mit Hefe in Berührung kommen. Ab etwa 45 °C stellt Backhefe ihr Wachstum ein, ab 55–60 °C stirbt sie ab. Löse Hefe deshalb nie in heißem Wasser auf, auch wenn die Formel einmal einen hohen Wert ergibt.

Salz#

Salz ist mit rund 2 % des Mehlgewichts eine kleine Zutat mit großer Wirkung. Ein ungesalzenes Brot schmeckt nicht nur fade, es lässt sich auch schlechter verarbeiten, geht schneller auf und bräunt blasser.

Funktionen#

Funktion Was passiert
Kleber festigen Salz schirmt elektrische Ladungen an den Eiweißketten ab; diese können sich enger zusammenlagern. Der Teig wird straffer, elastischer und weniger klebrig, die Kleberstruktur hält Gas besser.
Gärung verzögern Salz entzieht Hefezellen und Bakterien osmotisch Wasser und bremst ihren Stoffwechsel. Bei 2 % ist der Effekt moderat, ab etwa 3 % deutlich. Diese Gärverzögerung sorgt für ein gleichmäßigeres, besser kontrollierbares Gärtempo.
Geschmack Salz verstärkt die Aromen des Getreides und der Gärung und dämpft bittere Noten. Schon 0,2 % Unterschied schmeckt man.
Krustenfarbe Weil Salz die Gärung bremst, bleibt mehr unvergorener Zucker für die Maillard-Reaktion übrig – die Kruste bräunt kräftiger.
Enzymbremse Salz hemmt Enzyme leicht, was bei Roggen- und Vollkornteigen hilft, den Stärkeabbau zu begrenzen.
Frischhaltung Salz bindet Wasser; die Krume trocknet etwas langsamer aus.

Salzarten#

Chemisch bestehen alle Speisesalze zu über 97 % aus Natriumchlorid. Unterschiede liegen in Körnung, Reinheit und Zusätzen – für das Brot spielen sie kaum eine Rolle.

Salzart Eigenschaften Eignung
Feines Speisesalz (Siede- oder Steinsalz) löst sich schnell, gleichmäßig Standard für jeden Teig
Jodsalz, Jodsalz mit Fluorid Jod- und Fluoridzusatz in sehr geringer Menge unbedenklich, beeinflusst weder Hefe noch Geschmack
Meersalz, fein geringe Spuren anderer Mineralien wie Speisesalz
Grobes Meersalz, Steinsalz grob löst sich langsam vorher im Schüttwasser auflösen oder mahlen
Fleur de Sel, Salzflocken teuer, zarte Kristalle zum Bestreuen von Focaccia, nicht in den Teig
Brezelsalz grobe, nicht schmelzende Körner zum Bestreuen von Laugengebäck
Nitritpökelsalz enthält Natriumnitrit nicht für Brot verwenden

Praxistipp

Bei grobem Salz ist der Volumenunterschied enorm: Ein Teelöffel grobes Meersalz wiegt oft nur halb so viel wie ein Teelöffel feines Salz. Deshalb immer wiegen. Für die Salzmenge siehe Salzmenge.

Zeitpunkt der Zugabe#

Ob Salz von Anfang an oder später in den Teig kommt, ist eine Frage der Technik:

  • Von Beginn an: einfach und sicher. Bei den meisten Hefe- und Sauerteigbroten völlig in Ordnung.
  • Nach der Autolyse oder einigen Minuten Kneten: Ohne Salz quillt der Kleber schneller und entwickelt sich leichter, der Teig nimmt Wasser besser auf. Dann wird das Salz – gelöst in einem Schluck zurückgehaltenen Wassers oder trocken – eingearbeitet. Bei der Autolyse bleibt das Salz grundsätzlich draußen.
  • Im Vorteig: Normalerweise ohne Salz. Ausnahme ist der Monheimer Salzsauer, bei dem Salz den Sauerteig über lange Zeit stabil hält, oder ein Hefe-Vorteig, der bewusst gebremst werden soll.
  • Im Brühstück: Ein Teil des Salzes kann gleich in das Brühstück. Es bindet zusätzlich Wasser, und das Brühstück lässt sich leichter einarbeiten.

Hintergrund

Die oft gehörte Warnung, Salz dürfe „nie mit Hefe in Berührung kommen“, ist stark übertrieben. Beim Abwiegen in dieselbe Schüssel und sofortigen Mischen passiert nichts. Schädlich ist nur, Hefe über längere Zeit in einer konzentrierten Salzlösung liegen zu lassen.

Hefe#

Backhefe (Saccharomyces cerevisiae) ist ein einzelliger Pilz, der Zucker zu Kohlendioxid und Alkohol vergärt. Das Gas lockert den Teig, Alkohol und zahlreiche Nebenprodukte tragen zum Aroma bei. Die Hefe ernährt sich zunächst von den wenigen freien Zuckern im Mehl, danach von Maltose, die mehleigene Amylasen aus beschädigter Stärke freisetzen. Zur Mikrobiologie der Gärung siehe Grundlagen.

Hefearten#

Hefeart Form Wassergehalt Verarbeitung Haltbarkeit
Frischhefe Würfel, 42 g (Handel) oder 500 g / 1 kg (Bäckerei) ca. 70 % zerbröseln oder im Wasser auflösen im Kühlschrank bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum, meist 2–3 Wochen ab Herstellung
Aktive Trockenhefe Granulat ca. 5–8 % in 35–40 °C warmem Wasser 5–10 min rehydrieren ungeöffnet 1–2 Jahre
Instant-Trockenhefe feines Granulat, Päckchen 7 g ca. 4–6 % direkt unter das Mehl mischen ungeöffnet 1–2 Jahre, offen einige Wochen bis Monate
Osmotolerante Hefe Instant-Granulat (oft „Gold“-Variante) ca. 5 % direkt unters Mehl wie Instanthefe

Die im Supermarkt verkaufte Trockenhefe ist in Mitteleuropa fast immer Instanthefe und braucht kein Vorquellen.

Umrechnung#

Als Faustregel gilt: Trockenhefe = Frischhefe ÷ 3. Ein Päckchen Trockenhefe (7 g) ersetzt damit etwa 21 g Frischhefe, also einen halben Würfel. Die Packungsangabe „für 500 g Mehl“ entspricht rund 4 % Frischhefe – das ist für einen schnellen Teig gedacht. Für aromatischere Brote mit längerer Gare reicht oft ein Viertel oder weniger.

Frischhefe Trockenhefe
1 g 0,33 g
3 g 1 g
10 g 3,3 g
21 g (½ Würfel) 7 g (1 Päckchen)
42 g (1 Würfel) 14 g

Wie du die Hefemenge an Gärzeit und Temperatur anpasst, zeigt Hefemenge, Zeit und Temperatur.

Dosierung#

Teigführung Frischhefe in % vom Mehl
Schnelle, direkte Teige (1–2 h Gare) 2–4 %
Normale Weizenbrote und Brötchen 1–2 %
Lange, kühle Führung, Gärunterbrechung über Nacht 0,1–0,5 %
Vorteig (Poolish, Biga) 0,1–1 % vom Vorteigmehl
Hybridteig mit Sauerteig (Hefe als Unterstützung) 0,2–1 %
Süße, fettreiche Hefeteige (Zopf, Stollen) 3–6 %

Praxistipp

Teilst du einen Frischhefewürfel nur teilweise auf, wickle den Rest in Frischhaltefolie oder lege ihn in ein kleines Schraubglas. Frischhefe darf grau-beige sein und leicht säuerlich-fruchtig riechen; ist sie bröselig-trocken, braun verfärbt, schmierig oder riecht faulig, gehört sie in den Müll.

Lagerung und Test#

  • Frischhefe: bei 2–6 °C im Kühlschrank, luftdicht verpackt. Einfrieren ist möglich (−18 °C, bis etwa drei Monate). Beim Auftauen verliert sie einen Teil ihrer Triebkraft, weil Eiskristalle Zellen schädigen; rechne mit etwa 10–30 % mehr Hefe. Gefrorene Hefe am besten direkt im Schüttwasser auflösen.
  • Trockenhefe: kühl, trocken, verschlossen. Angebrochene Packungen im Kühlschrank oder Gefrierfach lagern, dann halten sie Monate.
  • Gärprobe: Unsicher, ob die Hefe noch lebt? Löse etwas Hefe mit einer Prise Zucker in 30 °C warmem Wasser auf und warte 10–15 min. Bildet sich Schaum, ist sie aktiv.

Osmotolerante Hefe#

Zucker zieht wie Salz Wasser an. In Teigen mit mehr als etwa 10 % Zucker auf Mehl gerät normale Hefe unter osmotischen Stress und arbeitet deutlich langsamer. Osmotolerante Hefestämme sind darauf gezüchtet, auch bei hohem Zuckergehalt zuverlässig zu treiben. Sie lohnen sich für Brioche, Panettone-ähnliche Teige, Stollen und süße Hefezöpfe. Alternativ gleichst du mit mehr normaler Hefe, einem Vorteig oder einer längeren Gare aus.

Zucker und Honig#

In kleinen Mengen ist Zucker Nahrung für die Hefe und beschleunigt den Gärstart; in größeren Mengen bremst er die Gärung, macht die Krume zarter und lässt die Kruste stark bräunen.

Zuckeranteil (auf Mehl) Wirkung
0–2 % Gärstart etwas schneller, leicht kräftigere Kruste; in Brötchen und Toast üblich
3–8 % mild süß, weiche Krume, deutlich dunklere Kruste
8–15 % süßer Hefeteig; Gärung wird langsamer, mehr Hefe oder osmotolerante Hefe sinnvoll
über 15 % Feingebäck (Brioche, Stollen); lange Gare, Vorteig empfehlenswert

Honig besteht zu etwa 80 % aus Zucker (vor allem Frucht- und Traubenzucker) und zu etwa 17–20 % aus Wasser. Er bräunt schneller als Haushaltszucker, hält die Krume länger feucht und bringt eigenes Aroma mit. Ersetzt du Zucker durch Honig, nimm etwa 20–25 % mehr Honig und reduziere das Wasser leicht. Roher Honig enthält eigene Enzyme, die in großen Mengen die Krume etwas klebrig machen können – in den üblichen Dosierungen ist das unproblematisch.

Weitere Süßungsmittel: Rübensirup und Melasse geben Roggen- und Vollkornbroten Farbe und malzig-herbes Aroma (1–5 %), Ahornsirup und Agavendicksaft verhalten sich ähnlich wie Honig. Milchzucker (Laktose) wird von Backhefe nicht vergoren, trägt aber zur Bräunung bei.

Achtung

Zuckerreiche Teige bräunen schnell. Senke die Ofentemperatur um 10–20 °C gegenüber einem mageren Brot und decke das Gebäck gegen Ende notfalls mit Backpapier ab.

Fette#

Fett umhüllt Stärkekörner und Kleberstränge wie ein Schmiermittel. In kleinen Mengen erhöht es dadurch die Dehnbarkeit des Teigs und das Gebäckvolumen, macht die Krume feinporiger, weicher und saftiger und verzögert das Altbackenwerden, weil es die Retrogradation der Stärke bremst. In großen Mengen schwächt es den Kleber, der Teig wird schwer und braucht mehr Zeit und Hefe.

Fettanteil (auf Mehl) Typische Gebäcke Wirkung
0 % Baguette, Ciabatta (teilweise), Roggenbrot rösche Kruste, offene Krume
1–3 % Landbrote, manche Brötchen etwas weichere Krume, bessere Frischhaltung
3–8 % Brötchen, Weißbrot, Toast feinporige, weiche Krume, dünne Kruste
8–20 % Toastbrot, Zopf, Milchbrötchen sehr weich, zart, kuchenähnlich
20–60 % Brioche reiches Feingebäck, langes Kneten nötig

Fettarten im Vergleich#

Fett Fettgehalt Besonderheit
Butter ca. 82 % (Rest v. a. Wasser) bestes Aroma, feine Krume; Wasseranteil ca. 16 % in die Teigausbeute einrechnen
Butterschmalz ca. 99,8 % reines Butterfett, nussig, kein Wasser
Schweineschmalz ca. 99 % sehr zarte, mürbe Krume; traditionell in Brötchen und Schmalzgebäck
Neutrales Pflanzenöl (Raps, Sonnenblume) 100 % einfach zu dosieren, weiche Krume, wenig Eigengeschmack
Olivenöl 100 % würzig, typisch für Focaccia, Ciabatta, Pizza
Margarine ca. 80 % wie Butter, aber geschmacklich neutraler

Zeitpunkt der Fettzugabe#

Feste Fette wie Butter kommen in weiche, aber kühle Stückchen geschnitten erst dann in den Teig, wenn sich der Kleber schon gut entwickelt hat – meist nach zwei Dritteln der Knetzeit. Würde man sie von Anfang an zugeben, behinderten sie die Kleberbildung. Öl kann in kleinen Mengen (bis ca. 3 %) gleich mit dem Wasser hinein; größere Mengen gibst du ebenfalls spät und schluckweise zu. Bei sehr fettreichen Teigen wie Brioche wird die Butter in mehreren Portionen eingeknetet. Mehr dazu im Kapitel Kneten & Teigtemperatur.

Milch, Joghurt und Buttermilch#

Milch ersetzt ganz oder teilweise das Wasser. Sie enthält etwa 87 % Wasser, dazu Milchzucker, Milchfett und Eiweiß. Die Folgen im Gebäck:

  • Kruste: Milchzucker wird von der Hefe nicht vergoren und bräunt zusammen mit dem Milcheiweiß kräftig; die Kruste wird dunkler und weicher.
  • Krume: Milchfett und Eiweiß machen die Krume feiner, weicher und heller.
  • Teig: Milchteige sind etwas geschmeidiger und gären oft etwas langsamer.
  • Frischhaltung: Milchbrote bleiben länger weich.

Rohmilch und frische, nur kurz erhitzte Milch enthalten Molkenproteine, die den Kleber schwächen können. Früher kochte man Milch deshalb vor dem Backen kurz auf. Bei handelsüblicher, ultrahocherhitzter (H-) Milch ist das nicht nötig; bei Rohmilch oder Vorzugsmilch empfiehlt sich das Aufkochen auf etwa 80 °C und anschließende Abkühlen. Milchpulver (2–6 % auf Mehl mit entsprechend Wasser) ist eine praktische Alternative.

Joghurt, Buttermilch, Kefir und Quark bringen zusätzlich Milchsäure ins Spiel. Sie machen die Krume saftig, verleihen eine leicht säuerliche Note und unterstützen die Frischhaltung. Joghurt und Buttermilch werden mit etwa 85–90 % Wasser angerechnet, Magerquark mit etwa 80 %. Typische Mengen liegen bei 10–30 % auf Mehl, als Ersatz für einen Teil des Wassers.

Milchprodukt Wasseranteil ca. typische Dosierung Wirkung
Vollmilch 87 % 50–100 % des Wassers weiche Krume, braune, weiche Kruste
Buttermilch 90 % 20–100 % des Wassers saftig, mild säuerlich
Joghurt 85–88 % 10–30 % vom Mehl saftig, feinporig, zart säuerlich
Quark (mager) ca. 80 % 10–20 % vom Mehl feucht, sehr weich
Milchpulver 3–4 % 2–6 % vom Mehl Bräunung, Weichheit

Ei#

Ein Ei der Größe M wiegt ohne Schale etwa 50–55 g; davon entfallen rund 18 g auf das Eigelb und 33–35 g auf das Eiklar. Für die Teigausbeute rechnest du ganze Eier mit etwa 75 % Wasser.

  • Eigelb enthält Fett und den Emulgator Lecithin. Es macht die Krume feinporig, zart und gelblich und hält sie länger frisch.
  • Eiklar ist eiweißreich und gerinnt beim Backen; es stabilisiert die Krume, kann sie in großen Mengen aber trocken und zäh machen.
  • Ganzes Ei in Hefeteigen: üblich 5–20 % auf Mehl (Zopf, Brioche bis über 40 %).

Als Streiche macht Ei das Gebäck glänzend und goldbraun: Eigelb mit einem Schluck Milch oder Sahne gibt intensive Farbe, ganzes verquirltes Ei mit einer Prise Salz einen gleichmäßigen Glanz. Für besonders gleichmäßige Farbe streichst du zweimal: einmal zu Beginn der Stückgare und einmal direkt vor dem Backen.

Achtung

Teige mit rohem Ei nicht stundenlang warm stehen lassen. Bei Übernachtgaren gehört ein eihaltiger Teig in den Kühlschrank.

Backmalz#

Malz entsteht, wenn Getreide (meist Gerste, Weizen oder Roggen) zum Keimen gebracht und anschließend getrocknet wird. Beim Keimen bildet das Korn reichlich Enzyme, vor allem Amylasen, die Stärke zu Malzzucker abbauen. Je nach Trocknungstemperatur entstehen zwei grundverschiedene Produkte – es lohnt sich, beim Backmalz genau hinzusehen.

Eigenschaft Enzymaktives Backmalz (diastatisch) Enzyminaktives Backmalz (Röst-, Farb- oder Aromamalz)
Herstellung schonend bei niedrigen Temperaturen getrocknet bei hohen Temperaturen gedarrt oder geröstet
Wirkung baut Stärke ab, liefert Zucker für Hefe und Bräunung; besserer Trieb, kräftigere Kruste nur Farbe und Aroma, keine Enzymwirkung
Typische Dosierung 0,5–2 % auf Mehl (Pulver) 1–3 % auf Mehl, für sehr dunkle Brote mehr
Einsatz Weizenteige mit lange Führung, Brötchen, Mehle mit hoher Fallzahl Roggen- und Vollkornbrote, Schwarzbrote, Bierbrote
Vorsicht Überdosierung → klebrige, feuchte Krume, zu dunkle Kruste kaum Risiko, nur geschmacklich (bitter bei Überdosis)

Die Fallzahl eines Mehls gibt an, wie aktiv seine eigenen Amylasen sind (mehr dazu in Getreide & Mehl). Deutsche Weizenmehle haben meist hohe Fallzahlen, also wenig Enzymaktivität – hier hilft aktives Malz, besonders bei langer, kühler Gare, wenn die Hefe sonst gegen Ende „hungert“. Roggenmehle sind dagegen oft von Natur aus enzymreich. Aktives Malz in Roggenteigen kann die Krume klitschig machen; dort nur inaktives Malz verwenden.

Praxistipp

Flüssiges Malzextrakt aus dem Supermarkt ist fast immer enzyminaktiv und wirkt wie ein aromatischer Sirup. Wenn ein Rezept „aktives Backmalz“ verlangt, achte auf die Bezeichnung „enzymaktiv“ oder „diastatisch“. Selbst hergestelltes aktives Malz: Weizen- oder Roggenkörner 2–3 Tage keimen lassen, bei höchstens 40–50 °C trocknen und fein mahlen.

Gewürze#

Gewürze ergänzen das Aroma, sollten aber den Getreidegeschmack nicht überdecken. Klassiker im deutschsprachigen Raum ist das Brotgewürz, eine Mischung aus Kümmel, Fenchel, Koriander und Anis, regional ergänzt durch Schabziger Klee (Brotklee), Bockshornklee oder Kardamom. Kümmel und Fenchel machen Roggenbrote zudem bekömmlicher.

Gewürz Dosierung auf Mehl Form Passt zu
Brotgewürz (Mischung) 0,5–1,5 % (typisch 1 %) ganz, geschrotet oder gemahlen Roggen- und Roggenmischbrote
Kümmel 0,3–1 % ganz oder gemahlen Roggenbrot, Bauernbrot
Fenchel, Anis 0,2–0,5 % ganz oder angestoßen Roggenbrot, Früchtebrot
Koriander 0,2–0,5 % grob gemahlen Roggenmisch, Vinschgauer
Schabziger Klee 0,1–0,3 % gemahlen Vinschgauer, Südtiroler Brote
Getrocknete Kräuter 0,5–2 % gerebelt Weizenbrote, Focaccia
Frische Kräuter 2–5 % gehackt Kräuterbrote, Fladen

Ganze Samen geben ihr Aroma langsam ab und bleiben als Akzente erkennbar; gemahlene verteilen sich gleichmäßig und wirken intensiver. Kurz in der trockenen Pfanne geröstet und frisch gemahlen ist das Aroma am stärksten – dann eher am unteren Ende dosieren.

Saaten und Nüsse#

Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsaat, Sesam, Chiasamen, Hanfsamen, Walnüsse oder Haselnüsse bringen Biss, Aroma und Saftigkeit ins Brot. Übliche Mengen liegen bei 10–30 % auf Mehl, bei ausgesprochenen Körnerbroten auch höher.

Das Quellstück#

Trockene Saaten würden dem Teig beim Kneten und Backen Wasser entziehen; die Krume würde trocken und krümelig. Deshalb weicht man sie vorher in einem Quellstück ein. Für grobes Schrot und Flocken ist ein Brühstück mit heißem Wasser oft die bessere Wahl, weil es zusätzlich Stärke verkleistert. Eine ausführliche Gegenüberstellung findest du in Vorstufen.

Brühstück und Quellstück im Vergleich: kochendes Wasser mit 90–100 °C verkleistert die Stärke, kaltes Wasser lässt die Körner in 8–12 Stunden quellen Brühstück 90–100 °C kochendes Wasser darüber Stärke verkleistert, bindet viel Wasser Quellstück 8–12 h kaltes Wasser, abgedeckt Körner und Saaten quellen in Ruhe
Abb. 3.2 Brühstück mit kochendem Wasser im Vergleich zum Quellstück mit kaltem Wasser und langer Standzeit.
Saat Quellwasser (% der Saatenmenge) Standzeit Hinweis
Sonnenblumenkerne 80–100 % 4–12 h vorher rösten verstärkt das Aroma
Kürbiskerne 60–100 % 4–12 h grob hacken für bessere Verteilung
Sesam 80–100 % 2–8 h geröstet deutlich aromatischer
Leinsaat (ganz) 150–200 % 8–12 h bildet Schleim, bindet viel Wasser
Leinsaat (geschrotet) 200–300 % 2–4 h sehr stark bindend
Chiasamen 400–600 % 1–2 h geliert stark; sparsam einsetzen
Haferflocken 100–150 % 1–8 h alternativ als Brühstück
Nüsse meist kein Quellstück – rösten, grob hacken, spät unterkneten

Gib dem Quellstück eine Prise Salz aus der Gesamtsalzmenge mit – etwa 1–2 % der Saatenmenge. Das bremst unerwünschte Mikroorganismen, besonders bei langen Standzeiten bei Raumtemperatur. Im Sommer gehört ein Quellstück über Nacht in den Kühlschrank. Bei der Salzberechnung zählen Saaten mit der Hälfte ihres Gewichts (siehe Salzformel).

Rösten#

Rösten entwickelt über die Maillard-Reaktion nussige Röstaromen und ist der einfachste Weg zu einem deutlich aromatischeren Saatenbrot.

  • Pfanne: ohne Fett bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren 3–6 min, bis die Saaten duften und leicht Farbe nehmen.
  • Ofen: auf einem Blech bei 160–180 °C, 8–12 min, zwischendurch wenden.
  • Anschließend vollständig abkühlen lassen, erst dann das Quellwasser zugeben.

Achtung

Sesam, Leinsaat und Walnüsse verbrennen schnell und werden dann bitter. Lieber etwas früher vom Herd nehmen – die Restwärme röstet nach. Nüsse und Saaten sind fettreich und werden ranzig: kühl, dunkel und luftdicht lagern, angebrochene Packungen innerhalb weniger Wochen verbrauchen.

Walnüsse enthalten Gerbstoffe, die die Krume grau-violett färben können. Das ist harmlos und typisch für Walnussbrot. Nüsse knetest du am Ende kurz unter, damit sie nicht zerbrechen und den Kleber nicht zerschneiden.

Kartoffeln#

Gekochte Kartoffeln sind eine traditionelle Zutat in vielen Regionen. Ihre bereits verkleisterte Stärke bindet viel Wasser, macht die Krume besonders saftig, weich und elastisch und verlängert die Frischhaltung deutlich. Gleichzeitig liefern Kartoffeln Zucker für die Hefe und fördern die Krustenbräunung.

  • Menge: 10–30 % gekochte Kartoffeln, bezogen auf das Mehl. Ab etwa 20 % wird die Krume deutlich feuchter.
  • Zubereitung: mehligkochende Sorten mit Schale kochen, pellen, durch die Presse drücken und auskühlen lassen. Gekochte Kartoffeln bestehen zu etwa 75–80 % aus Wasser – reduziere das Schüttwasser entsprechend, bei 20 % Kartoffeln um etwa 5–10 Prozentpunkte.
  • Kartoffelflocken: 3–8 % auf Mehl, mit dem Vier- bis Fünffachen an Wasser; praktisch und gleichmäßig.
  • Rohe, geriebene Kartoffeln (in manchen regionalen Rezepten) verkleistern erst im Ofen und brauchen längere Backzeiten.

Praxistipp

Kartoffelteige wirken beim Kneten anfangs fest und werden mit der Zeit weicher, weil die Kartoffel Wasser abgibt. Halte daher anfangs etwas Wasser zurück und korrigiere erst nach einigen Minuten.

Altbrot#

Übrig gebliebenes Altbrot ist zu schade für den Müll. Geröstet, gemahlen und eingeweicht kehrt es als Altbrotaufguss in den nächsten Teig zurück. Seine verkleisterte Stärke bindet viel Wasser, macht die Krume saftig, verbessert die Frischhaltung und bringt Röstaromen mit.

  • Menge: 5–15 % Altbrot (Trockengewicht) bezogen auf das Mehl; bei Roggenbroten auch etwas mehr.
  • Zubereitung: Brotreste im Ofen bei 150–180 °C trocknen und leicht rösten, fein mahlen oder reiben, mit dem Zwei- bis Dreifachen an heißem Wasser übergießen und mindestens 2 h, besser über Nacht quellen lassen.
  • Wasser: Das Einweichwasser wird zum Gesamtwasser gerechnet; der Teig wirkt anfangs fester und entspannt sich später.

Achtung

Nur einwandfreies Brot verwenden. Verschimmelte Brotstücke dürfen nicht verwertet werden, auch nicht nach dem Abschneiden der sichtbaren Stellen. Mehr zur Verwertung und Lagerung im Kapitel Frischhaltung, Lagern & Altbrot.

Bier#

Bier kann das Schüttwasser ganz oder teilweise ersetzen. Es bringt Malzaromen, leichte Bitterkeit vom Hopfen und eine kräftige Krustenfarbe ins Brot. Der Alkohol verdampft beim Backen weitgehend, Reste bleiben aber möglich.

Biersorte Wirkung im Brot Passt zu
Helles, Pils leicht herb, dezent Weizen- und Weizenmischbrote
Dunkles, Bock malzig, karamellig, dunklere Krume Roggenmisch, Vollkorn
Weißbier fruchtig, hefig Weizenbrote, Brötchen
Malzbier süß, sehr dunkle Kruste süßliche Schwarzbrote; Zucker im Bier einrechnen
Stout, Porter röstig, kaffeeartig kräftige Roggen- und Vollkornbrote

Lass die Kohlensäure vorher entweichen und bring das Bier auf die gewünschte Wassertemperatur. Stark gehopfte Biere (IPA) können das Brot unangenehm bitter machen; ersetze dort nur einen Teil des Wassers.

Fruchtsäfte und Pürees#

Apfel-, Orangen- oder Traubensaft ersetzen Wasser in Früchte- und Festtagsbroten. Sie liefern Zucker (rund 10 % bei den meisten Säften) und Fruchtsäuren. Der Zucker fördert Gärung und Bräunung, die Säure macht den Teig etwas straffer und den Geschmack frischer. Ersetze zunächst ein Drittel bis die Hälfte des Wassers; reiner Saft kann besonders bei Zitrussäften die Gärung bremsen.

Fruchtpürees (Banane, Kürbis, Apfelmus) verhalten sich ähnlich wie Kartoffeln: Sie binden Wasser und machen die Krume saftig und weich. Rechne Kürbispüree mit etwa 90 % Wasser an.

Eingeweichte Trockenfrüchte (Rosinen, Feigen, Aprikosen) knetest du am Ende kurz unter. Weiche sie vorher 1–12 h in Wasser, Saft oder Tee ein und lass sie gut abtropfen, sonst ziehen sie dem Teig Wasser. Saft und Trockenfrüchte sind übrigens auch die Basis für Hefewasser, ein eigenständiges Triebmittel, das im Kapitel Vorstufen beschrieben ist.

Zusatzstoffe und Backmittel#

Industrielle Bäckereien arbeiten häufig mit Backmitteln, die Prozesse beschleunigen und gleichmäßige Ergebnisse auch mit schwankenden Rohstoffen sichern. Für den Hobbybäcker sind sie fast immer überflüssig: Zeit, Vorstufen und gutes Mehl leisten dasselbe. Trotzdem lohnt es sich zu wissen, was dahintersteckt.

Stoff (E-Nummer) Wirkung Bewertung für Hobbybäcker
Ascorbinsäure (E 300) oxidiert und stärkt den Kleber, mehr Volumen; in vielen Mehlen bereits enthalten (vor allem in Frankreich) in kleinsten Mengen (20–50 mg je kg Mehl) bei schwachen Mehlen denkbar, meist unnötig
Enzyme (Amylasen, Xylanasen u. a.) Zuckerbildung, Krumenweichheit, Volumen ersetzt durch aktives Backmalz, Vorstufen, lange Führung
Emulgatoren (Lecithin E 322, Mono- und Diglyceride E 471, DATEM E 472e) stabilisieren Gasblasen, feine Krume, Frischhaltung Eigelb und etwas Fett wirken ähnlich
Weizenkleber (Vital-Gluten) erhöht den Proteingehalt 1–3 % für schwache Mehle oder Vollkorn-Toast; sparsam
Teigsäuerungsmittel (Milch-, Zitronen-, Essigsäure, Sauerteigpulver) ersetzt Sauerteig bei Roggenteigen nur als Notlösung; geschmacklich deutlich schwächer als echter Sauerteig
Quellmehle, Quellstärke binden Wasser, saftige Krume Brüh- oder Kochstück leisten dasselbe
Guarkernmehl, Johannisbrotkernmehl, Flohsamenschalen Bindemittel wichtig für glutenfreie Brote
Calciumpropionat (E 282) Schimmelschutz im Haushalt nicht nötig

Hintergrund

In Deutschland regeln die Leitsätze für Brot und Kleingebäck sowie das Lebensmittelrecht, welche Zusatzstoffe erlaubt sind und wie sie zu kennzeichnen sind. Ein Brot, das ausschließlich aus Mehl, Wasser, Salz, Sauerteig oder Hefe besteht, ist zusatzstofffrei – und genau dieses Brot steht im Mittelpunkt dieses Kompendiums.

Glutenfreie Bindemittel#

Wer glutenfrei backt, muss das Klebernetz ersetzen. Flohsamenschalenpulver (2–5 % auf die Mehlmischung) bildet ein elastisches Gel und ermöglicht formbare Teige; Guarkernmehl und Johannisbrotkernmehl (0,5–2 %) binden zusätzlich Wasser. Glutenfreie Teige brauchen meist eine deutlich höhere Hydration von 90–110 %, weil Reis-, Mais-, Buchweizen- oder Hirsemehle und die Bindemittel viel Wasser aufnehmen.

Überblick: Zutaten und ihre Wirkung#

Zutat Typische Menge (auf Mehl) Krume Kruste Gärung Frischhaltung
Salz 1,8–2,2 % straffer, besser gelockert kräftiger gebremst etwas besser
Zucker 0–15 % weicher dunkler wenig: schneller; viel: langsamer besser
Honig 1–8 % saftiger deutlich dunkler wie Zucker besser
Fett 0–20 % feiner, weicher dünner, weicher ab ca. 5 % langsamer deutlich besser
Milch statt Wasser feiner, heller dunkler, weicher etwas langsamer besser
Ei 5–20 % zart, gelblich glänzend (Streiche) etwas langsamer besser
Aktives Malz 0,5–2 % weicher, ggf. klebrig kräftiger Zuckernachschub etwas besser
Inaktives Malz 1–3 % dunkler dunkler neutral neutral
Saaten (Quellstück) 10–30 % saftig, kernig – neutral besser
Kartoffeln 10–30 % saftig, elastisch dunkler etwas schneller deutlich besser
Altbrotaufguss 5–15 % saftig, kompakter Röstaroma neutral besser

Wenn du ein Rezept abwandelst, ändere am besten immer nur eine Zutat auf einmal und notiere das Ergebnis. So lernst du schnell, was welche Zutat in deinem Teig bewirkt. Alle Zutaten, die du in der App verwendest, findest du im Zutatenkatalog.